Noch Ende 2010 hätte ich nie gedacht, dass ich weekdays morgens halb 7 in Seoul in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit sitze. Noch waren Sitzplätze vorhanden. Ab 7 Uhr seien wohl sogar Stehplätze rar. Der Urlaub war vorbei... Aber lasst mich von vorn beginnen:
It's been a while, folks! Seit meinem letzten Blogeintrag ist wieder ne Weile vergangen. Jetzt kommt's knüppeldick ;)
In der letzten Maiwoche waren wir deutschen Praktikanten vom Chef nochmal zum Dinner eingeladen. Es gab Techno Tuna mit vielen Seafood-Spezialitäten, natürlich roh. War echt klasse. Teilweise etwas bizarr: Fischaugen und Seegurken :) Und für alle, die noch nicht in den Genuss gekommen sind, kann ich nur bestätigen, dass guter Tunfisch wirklich auf der Zunge wie Butter zergeht. Von fischigem Meerwassergeschmack keinen Hauch! :P
Am Freitagmorgen war es endlich soweit: Franzi am Flughafen abholen!!! Gegen halb 1 hatten wir uns wieder. Und was für eine Frechheit: sie hatte null Jetlag (ich war an meinem ersten Wochenende hier ziemlich fertig).
Und sie hatte Proviant für mich dabei :) Sogar Brot! Salami! Deo! Und Haferflocken! *Yiehaaa* Am Abend hatten wir gleich Galbi, also gegrilltes Rindfleisch mit den üblichen Side dishes. Kaum lecker! Danach gab's im PLZEN Creambeer gab's noch ne Eis-Frucht-Bombe mit Bean Paste. Culture Schock: check!
Am nächsten Tag erkundeten wir erstmal Daejeon und waren in der aktuellen Kunstausstellung. Am Abend nahmen wir noch an der Night Bus Tour teil.
| hehehe <3 |
Am Sonntag hat uns mein Kollege Daechul auf einen Ausflug nach Andong mitgenommen. Folk Village Hahoe mit Maskenmuseum und zum Chicken essen: Jim Dak. Sehr lecker, mit Nudeln, Gemüse und Reis... ziemlich scharf :)
| Im Anschluss noch Myungung Mountain Side |
Zum Abendessen brachte uns Daechul noch in ein italienisches Restaurant in Cheongju, was wirklich italienisch war! Leider haben wir nicht mehr viel von Cheongju gesehen. Waren geschlaucht und es war schon ziemlich spät.
Am Dienstag starteten wir endlich in den wohlverdienten Sommerurlaub. Ab in den Süden. Geplant war Jeju-do, AKA Love Land, und anschließend Busan, die 2. größte Stadt in SK. Am Flughafen auf Jeju angekommen haben wir uns zunächst Jeju-Si, die "Hauptstadt", angeschaut. Das Wetter war bombig. Yongduam Rock (Drachenkopffelsen) und die Küste mit Hafen waren sehr schön.
Am Nachmittag irgendwann fuhren wir mit dem Bus in den Süden der Insel, nach Jungmun. Dort befand sich unser Hotel "Hana" und der Jungmun Beach:
Diese Figuren sind die Wächter der Insel, welche an Eingängen, Toren und Straßen stehen. Sie beschützen die Einwohner vor bösen Geistern und bewahren deren Fruchtbarkeit :)
Am naechsten Tag waren wir nach chilligem Fruehstueck im Hotel in Ripley's "Believe it or not"-Museum, in dem ne Menge skurriler Dinge, Menschen und Tiere nachgebildet oder ausgestellt waren. Echt cool!
Danach brachen wir auf zu weiteren Sehenswuerdigkeiten der Insel, Endstation Ilchulbong Sunrise Peak.
Gegen Nachmittag erreichen wir unser Hotel im Osten der Insel, Seongsan, ein kleines Kaff ohne Sehenswuerdigkeit... ausser dem Berg Ilchulbong natuerlich. Unser Zimmer hatte offiziell "mountain view", was zu dieser Zeit dem hier entsprach:
Zum Abendessen hatten wir den fuer Jeju bekannten Torpedobarsch (tilefish, okdom gui) mit korean pancake, Pajeon. Dann war das kleine Staedtchen wie leer gefegt und wir checkten noch die Route zum Sun Rise Peak.
Plan war eigentlich, am naechsten Morgen den Sonnenaufgang anzuschauen. Beim Blick aus dem Fenster erwartete uns jedoch das hier:
Also: nochmal rumdrehen und ne Runde aufs Ohr haun. 1-2 Stuendchen spaeter ueberraschte uns dieser Anblick:
Nach dem Fuehstueck im Conveniece Store starteten wir den gechillten "Aufstieg"., relativ einsam zunaechst und bei regnerischem Wetter...
Anbei befand sich noch eine Women's diving school oder club. In Korea (speziell Jeju) ist es business, dass (meist Frauen und ohne Atemgeraet) Muscheln, Schnecken usw. sammeln - die heissen Haenyeo, sea women.
Leider was das unsere letzte Aktivitaet auf Jeju. Gegen Mittag musste ich feststellen, dass unser Flieger einer Stunde eher als gedacht geht und der Bus nach Jeju-Si hat ewig auf sich warten lassen... Haben es zum Glueck gerade noch so geschafft. In Busan wurden wir etwas abgezockt :) Als wir aus dem Flughafengebaeude kamen, schickte uns so ein Einweiser zu einem Luxury Taxi, was doppelt so teuer ist als normal. So schlau waren wir leider erst hinterher...
Da es erst Nachmittag war, konnten wir uns noch ein wenig umschauen, z.B. in der Shopping Area und am Jagalchi Fish Market und beim Lotte Dept. Store:
Am naechsten Morgen war nach kontinentalem Fruehstueck in Downtown Sightseeing angesagt. Der Busan-Tower war keine Gehminute von unserem Motel entfernt. Etwas haesslich ist er allerdings schon. Auf dem Platz davor steht noch die Stadtglocke und eine Blumenuhr :)
Auch ziemlich koreanisch: im Stadtteil Yeongdo-gu herrscht vor allem die Industrie. Diese haben wir dann auf der Bustour durch Busan gesehen. Wohnhaeuser seher eher so aus:
Ein Stueckchen weiter wurden dann riesiger Wohnblocks einfach reingesetzt :)
Am Strand von Haeundae haben wir uns ne Auszeit genommen. Das Wetter war toll und das Meer schweinekalt :) Die Gegend dort hat uns aber mit Abstand am besten gefallen!
Nach 2h ging es weiter mit der Bustour. Da wir schon ziemlich KO waren, sind wir nicht nochmal irgendwo ausgestiegen.
Die Bustour endete am Bahnhof. Dort gab's noch koreanisches Dinner. Anschliessend brachte der KTX uns schnell wieder nach Daejeon. Nur der hartnaeckig an den Fussen und Flipflops klebende Sand verspruehte das letzte bisschen Urlaubsfeeling...
Am Sonntag war nicht viel los und wir konnten uns etwas erholen. Den darauffolgenden Tag hat's mich dann ausgeknockt. Hab wohl was falsches gegessen oder so. Chefaerztin Franzi (:-*) hat sich aber super um gekuemmert :) So ging es mir am Dienstag etwas besser und wir brachen erneut zum Sightseeing auf, um die letzten gemeinsamen Tage optimal zu nutzen. Diesmal Richtung Norden, nach Seoul!
Mittwoch besuchten wir den Gyeongbok Palace bei gefuehlten 40 Grad in der Sonne. Haette besseres Wetter fuer einen solchen Ausflug sein koennen...
Der Palast wurde 1394 von Koenig Taejo in der Joseon-Dynastie erbaut und 1867 restauriert. Es ist der groesste Palast in Seoul und wurde waehrend der japanischen Regierung ziemlich mitgenommen.
Naechstes Ziel war der kuenstlich angelegte Flusslauf Cheonggyecheon. Dort sorgte der Eintauchen der strapazierten Fuesse fuer viel Abkuehlung :) Im Anschluss spazierten wir noch durch die Stadt, unter anderem zu Insa-dong, dem Souvenirshoppingparadies :D. Mittagessen waren Salzcracker und Cola ^^
Am Abend konnten wir Seoul by night bestaunen. Durch die Night Bus Tour waren wir an einigen der schoensten Plaetzen Seouls, leider hatten wir keine Moeglichkeit mehr, die Stadt von der Namsan Tower Plattform aus zu betrachten.
| Dol hareubangs |
Der nächste Tag begann entspannt mit Hotelbrunch, bevor wir zu Mt. Halla (Halla san) aufbrachen. Nach 2h Aufstieg bei schönem Wetter erreichten wir eine Plattform auf 1700m Höhe. Zur Spitze wären es nochmal ca. 1,5h gewesen. Haben wir uns geschenkt. Oben trafen wir auch auf Nil und Sharif, 2 Studenten aus Deutschland, die ich durch Florian kennengelernt habe. Witzig sie gerade da anzutreffen, leider haben wir vor lauter Überraschung verpasst ein Foto gemeinsam zu machen. Maaaan!
Mit der Kamera kann man natürlich nicht mal ansatzweise die Schönheit des Berges einfangen. Der Abstieg ging etwas schneller, leider war der letzte Bus nach Jungmun schon weg, deshalb mussten wir Taxi fahren :-/.
Am naechsten Tag waren wir nach chilligem Fruehstueck im Hotel in Ripley's "Believe it or not"-Museum, in dem ne Menge skurriler Dinge, Menschen und Tiere nachgebildet oder ausgestellt waren. Echt cool!
Danach brachen wir auf zu weiteren Sehenswuerdigkeiten der Insel, Endstation Ilchulbong Sunrise Peak.
Cheonjeyeon Waterfall |
Cheonjiyeon Waterfall |
Zum Abendessen hatten wir den fuer Jeju bekannten Torpedobarsch (tilefish, okdom gui) mit korean pancake, Pajeon. Dann war das kleine Staedtchen wie leer gefegt und wir checkten noch die Route zum Sun Rise Peak.
Plan war eigentlich, am naechsten Morgen den Sonnenaufgang anzuschauen. Beim Blick aus dem Fenster erwartete uns jedoch das hier:
Also: nochmal rumdrehen und ne Runde aufs Ohr haun. 1-2 Stuendchen spaeter ueberraschte uns dieser Anblick:
Nach dem Fuehstueck im Conveniece Store starteten wir den gechillten "Aufstieg"., relativ einsam zunaechst und bei regnerischem Wetter...
| unten |
| oben |
Tempel am Ilchulbong
Leider was das unsere letzte Aktivitaet auf Jeju. Gegen Mittag musste ich feststellen, dass unser Flieger einer Stunde eher als gedacht geht und der Bus nach Jeju-Si hat ewig auf sich warten lassen... Haben es zum Glueck gerade noch so geschafft. In Busan wurden wir etwas abgezockt :) Als wir aus dem Flughafengebaeude kamen, schickte uns so ein Einweiser zu einem Luxury Taxi, was doppelt so teuer ist als normal. So schlau waren wir leider erst hinterher...
Da es erst Nachmittag war, konnten wir uns noch ein wenig umschauen, z.B. in der Shopping Area und am Jagalchi Fish Market und beim Lotte Dept. Store:
| Blick auf Busan von der Sea View Plattform auf dem Lotte D. Store |
Am naechsten Morgen war nach kontinentalem Fruehstueck in Downtown Sightseeing angesagt. Der Busan-Tower war keine Gehminute von unserem Motel entfernt. Etwas haesslich ist er allerdings schon. Auf dem Platz davor steht noch die Stadtglocke und eine Blumenuhr :)
Der Blick vom Tower war ziemlich cool:
Auch ziemlich koreanisch: im Stadtteil Yeongdo-gu herrscht vor allem die Industrie. Diese haben wir dann auf der Bustour durch Busan gesehen. Wohnhaeuser seher eher so aus:
Ein Stueckchen weiter wurden dann riesiger Wohnblocks einfach reingesetzt :)
Hier noch ein gutes Beispiel:
| Busan Gwangan Bridge, die groesste Meeresbruecke Koreas |
| Dongbaekseom Island mit dem APEC house von 2005 |
| Mermaid |
| Haeunda Beach |
Nach 2h ging es weiter mit der Bustour. Da wir schon ziemlich KO waren, sind wir nicht nochmal irgendwo ausgestiegen.
| Die japanische Insel ist nur zu erahnen... |
Am Sonntag war nicht viel los und wir konnten uns etwas erholen. Den darauffolgenden Tag hat's mich dann ausgeknockt. Hab wohl was falsches gegessen oder so. Chefaerztin Franzi (:-*) hat sich aber super um gekuemmert :) So ging es mir am Dienstag etwas besser und wir brachen erneut zum Sightseeing auf, um die letzten gemeinsamen Tage optimal zu nutzen. Diesmal Richtung Norden, nach Seoul!
Mittwoch besuchten wir den Gyeongbok Palace bei gefuehlten 40 Grad in der Sonne. Haette besseres Wetter fuer einen solchen Ausflug sein koennen...
| Changdokgung Eingangstor |
| Da isser: Gyeongbokgung |
| Gyeonghoeru |
| Wachabloese auf dem Palastgelaende hinter dem Gwanghwamun-Gate... |
| ...und vor dem Gate |
Naechstes Ziel war der kuenstlich angelegte Flusslauf Cheonggyecheon. Dort sorgte der Eintauchen der strapazierten Fuesse fuer viel Abkuehlung :) Im Anschluss spazierten wir noch durch die Stadt, unter anderem zu Insa-dong, dem Souvenirshoppingparadies :D. Mittagessen waren Salzcracker und Cola ^^
Am Abend konnten wir Seoul by night bestaunen. Durch die Night Bus Tour waren wir an einigen der schoensten Plaetzen Seouls, leider hatten wir keine Moeglichkeit mehr, die Stadt von der Namsan Tower Plattform aus zu betrachten.
Abendessen hatten wir in Namdaemun, in Myeongdong waren wir dann auch noch. Ploetzlich hat es angefangen zu schuetten. Regenschirm war natuerlich daheim. Oder kaputt... oder kaputt daheim :) Wir mussten also nen Regenschirm kaufen. Die gibt es bei Regenwetter anscheinend nur mit Schlechtwetteraufschlag :) Der letzte gemeinsame Abend war aber trotzdem sehr schoen!
Am naechsten Morgen klingelte der Wecker 5:30 Uhr. Kurz nach 6 brachen wir zur Airportbus Station auf. Wie geplant kam Franzis Bus kurze Zeit spaeter und sie erreichte den Flughafen right in time. Ich setzte mich in die U-Bahn. Es war schon was los, aber ziemlich ueberschaubar...
Die Zeit in Seoul verging nochmal viel zu schnell :( Unsere koerperliche Verfassung bremste uns leider ein wenig. So haben wir aber ohne viel Stress nochmal das wichtigste in der Hauptstadt angeschaut. Ja, Gesundheit ist eben doch das Wichtigste. So ein zusammengepresster Sommerurlaub in einem fremden Land geht doch etwas an die Materie. Deshalb sollte man sich seine Ressourcen gut einteilen und die Gelegenheiten nutzen, die einem geboten werden.
Mit KFC-Fruehstueck im Magen verliess ich mit Sack und Pack Seoul allein. Per Zug und Taxi bin ich kurz nach 9 direkt auf Arbeit angekommen... die Woche hatte aber nur noch 2 Tage :)